Rasen-reha 2026
Dein Rasen hat den Sommer überlebt.
Jetzt beginnt die Reha.
Trockenheit, Hitze, spielende Kinder – dein Rasen hat den Sommer über einiges mitgemacht. Die gute Nachricht: Ende August und im September erholen sich Gräser am schnellsten – wärmerer Boden, mehr Niederschlag, weniger Konkurrenz durch Unkraut. Zeit für die Reha.
Der Sommer 2026 ist mit mehreren Hitzewellen und langen Trockenphasen ordentlich an die Substanz gegangen – nicht nur an deiner, auch an der deines Rasens. Viele Gräser haben die Belastung nicht überstanden und sind schlicht abgestorben. Das Ergebnis: kahle Stellen, in denen sich mancherorts schon Unkraut breitgemacht hat. Jetzt, mit sinkenden Temperaturen und mehr Niederschlag, dreht sich das Blatt: Ende August und im September regenerieren sich Gräser schneller als in jeder anderen Jahreszeit, während Unkräuter an Kraft verlieren. Wer die nächsten Wochen nutzt, sorgt dafür, dass sein Rasen kräftig in den Winter geht – und 2027 wieder so aussieht, wie du ihn kennst.
So gehst du dabei Schritt für Schritt vor.
Jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf. Erste Erfolge siehst du oft schon nach 2 bis 3 Wochen.
Kurzanleitung: Bevor es an Vertikutieren & Nachsaat geht, kann sich ein Zwischenschritt lohnen: Loredo Quattro wird per Gießen oder Spritzen direkt auf die Blätter hartnäckiger Unkräuter wie Löwenzahn, Gänseblümchen, Ehrenpreis oder Gundermann aufgebracht. Wichtig dabei: Spätestens Anfang September solltest du damit durch sein – die Wirkstoffe brauchen noch aktiv wachsende Pflanzen, und die brauchen wiederum die wärmeren Tage des Spätsommers.
Warum: Wer zuerst das Unkraut aus dem Weg räumt, verhindert, dass genau die Lücken, die durch Vertikutieren und Nachsaat entstehen, sofort wieder von Unkraut besetzt werden. Das Mittel ist rasenverträglich und nicht bienengefährlich, greift also nur die Unkräuter an.
Kurzanleitung: Ran an den Rechen – oder besser: an den Vertikutierer. Entferne abgestorbenes Gras, Rasenfilz und Moos gründlich. Keine halben Sachen: Wenn möglich, arbeite in zwei Richtungen, also längs und quer über die Fläche.
Warum: Erst wenn der alte Ballast weg ist, kommt wieder Luft an den Boden. Nur so bekommt neue Saat später überhaupt Kontakt zur Erde und eine faire Chance zum Anwachsen. Sieht die Fläche danach etwas “gerupft” aus – keine Sorge, das ist völlig normal und gehört zum Prozess.
Kurzanleitung: Ist dein Boden stark verdichtet – etwa durch häufiges Betreten oder lehmigen Untergrund – lohnt sich dieser zusätzliche Schritt: Mit dem Aerifizierer kleine Löcher in die Fläche stechen, gleichmäßig über den ganzen Rasen verteilt.
Warum: Die kleinen Löcher verbessern die Belüftung des Bodens, fördern das Wurzelwachstum und erleichtern Wasser sowie Nährstoffen den Weg zu den Wurzeln. Ein Schritt, den man nicht sieht, aber spürbar auszahlt.
Kurzanleitung: Jetzt kommt neuer Rasensamen ins Spiel. Für die klassische Regeneration reicht der Regenerationsprofi RSM 3.2 mit rund 30 g pro Quadratmeter – gleichmäßig verteilt, am besten kreuz und quer, per Hand oder mit dem Streuwagen. Hast du größere Flächen, die eigentlich komplett neu angelegt werden müssten statt nur nachgesät, greif stattdessen zur Neuansaat RSM 3.1. In beiden Fällen gilt: Der Mini-Spiker gehört einfach dazu – er lockert die Oberfläche vor der Aussaat auf und arbeitet den Samen danach leicht in den Boden ein, für besseren Bodenkontakt und Schutz vor Austrocknen.
Warum: Die neuen Gräser schließen Lücken schnell und sorgen wieder für eine dichte, belastbare Rasenfläche. Der Regenerationsprofi ist dabei extra auf schnelle Keimung getrimmt, damit die junge Saat gegen den Altrasen eine faire Chance hat.
Kurzanleitung: Die Basis-Mischung fürs Topdressing ist einfach: 80 % Sand, 20 % Humuserde. Wer noch einen Schritt weitergehen will, mischt zusätzlich das keramische Rasengranulat dazu – dann zu je etwa einem Drittel Sand, Humuserde und Granulat. Das Ganze dünn über die frisch besäte Fläche auftragen (rund 1 kg pro Quadratmeter) und mit dem Lawn Leveling Rake mühelos einarbeiten.
Warum: Die Mischung wirkt wie ein Verband für das frische Saatgut – sie schützt es vor Austrocknen und Vogelfraß, während sie gleichzeitig die Bodenstruktur langfristig lockerer und vitaler macht. Das Granulat ist dabei die Kür, nicht die Pflicht: porös, speichert zusätzlich Wasser und Nährstoffe, verbessert bei lehmigen Böden die Durchlüftung und bei sandigen Böden die Wasserspeicherkapazität.
Kurzanleitung: Ab Mitte/Ende September reicht oft schon die natürliche Bodenfeuchtigkeit für die Keimung. Bleibt es aber ungewöhnlich warm oder trocken, heißt es: regelmäßig und leicht beregnen – lieber mehrmals kurz als einmal lang. Wichtig ist nur eines: Das Saatgut darf während der Keimphase nicht austrocknen.
Hast du den Boden vorher intensiver bearbeitet, etwa mit einer Fräse, lohnt sich zusätzlich das Hydrogel: Es wird einige Zentimeter tief eingearbeitet und speichert dort Wasser, das es bei Trockenheit langsam an die Wurzeln abgibt. Bei den leichteren Schritten oben (Vertikutieren, Aerifizieren, dünnes Topdressing) reicht die Einarbeitungstiefe dafür in der Regel nicht – dann ist regelmäßiges Wässern die bessere Wahl.
Warum: Kein Wasser, keine Keimung – so einfach ist das in dieser Phase. Das Hydrogel ist dabei kein Muss, sondern ein Extra für alle, die den Boden ohnehin tiefer aufbereitet haben.
Kurzanleitung: Zum Abschluss bekommt der Rasen seinen Dünger – rund 20 g pro Quadratmeter. Bist du noch im August oder in der ersten Septemberhälfte, greif zum Sommer-Herbst-Dünger: Classic für die Standardversorgung, Professional fürs Profi-Level, Tierfreundlich wenn Kinder oder Haustiere direkt danach wieder auf die Fläche sollen. Ab Mitte September übernimmt der Herbst-DG Protect – speziell auf die kühlere Übergangszeit und Winterhärte abgestimmt. Zum gleichmäßigen Ausbringen: Streuwagen für die ganze Fläche, Handstreuer für kleinere Ecken.
Warum: Der Dünger stärkt die Pflanzen vor dem Winter, unterstützt die Wurzelentwicklung und sorgt dafür, dass der Rasen gesund und widerstandsfähig in die kalte Jahreszeit geht.
Du weißt schon genau, was du brauchst? Hier findest du alle passenden Produkte gesammelt – ohne dich Schritt für Schritt durchzuscrollen.
Für alle, die es sich lieber zeigen lassen: die wichtigsten Schritte auch als Video.
Nicht jeder Rasen hat die gleichen Baustellen. Frag Hektor – er kennt sich aus und sagt dir in ein, zwei Fragen, welche Schritte für deine Fläche wirklich Sinn machen.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von reCAPTCHA. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen